Standardmethode zur Bewertung der spektralen Qualität von Tageslichtsimulatoren für visuelle Beurteilungen und Farbmessung

CIE Norm
CIE S 012/D:2004

Diese Norm legt eine Methode fest, wie die spektrale Qualität der Bestrahlungsstärke durch einen Tageslicht-Simulator für visuelle Beurteilungen oder für Farbmessung zu bewerten ist, sowie eine Methode, den Simulator durch eine Qualitätsstufe zu kennzeichnen. Sie legt für einen nach dieser Methode zu klassifizierenden Simulator die maximal erlaubte Abweichung der Farbart des Simulators von derjenigen der CIE Normlichtart oder Tageslichtart fest.

Die Grundlage der Bewertung ist der spezielle Metamerie-Index für den Wechsel der Lichtart unter Nutzung von virtuellen (anstatt realen) Probenpaaren, deren reflektierende und fluoreszierende Eigenschaften festgelegt sind. Die Probenpaare sind metamer gleich unter der Beleuchtung mit einer CIE Tageslichtart, wenn die farbmetrische Auswertung mit dem farbmeßtechnischen 10°-(Großfeld-) Normalbeobachter CIE 1964 durchgeführt wird. Die in dieser Norm beschriebene Methode quantifiziert den Fehlabgleich, wenn die virtuellen Probenpaare durch den zu testenden Simulator beleuchtet und für denselben Normalbeobachter ausgewertet werden.

Der Norm liegt eine Diskette mit den spektralen Daten der Tabellen 3-6 der Norm in MS-Excel-Format bei.

Diese Norm wurde von den Nationalkomitees der CIE gebilligt. Sie ist bei den CIE-Nationalkomitees oder beim Zentralbüro der CIE erhältlich. Die offizielle Version ist die englische Fassung (CIE S 012/E:2004), eine deutsche (CIE S 012/D:2004) Übersetzung wurde ebenfalls veröffentlicht.

Die folgenden Mitglieder des CIE TC 1-53 "A Standard Method for Assessing the Quality of Daylight Simulators" waren an der Erarbeitung dieser Norm beteiligt:

C.S. McCamy (Vorsitz), USA

D.H. Alman, USA

R. Hirschler, Brasilien

T. Ichijo, Japan

J.T.C. van Kemenade, Niederlande

M.R. Luo, Great Britain

M. Pointer, Great Britain

J. Schanda, Ungarn

J.C. Zwinkels, Kanada